Schlagwort: Synchronizität

  • Schrödingers Katze und die Synchronizität von Jung

    Tja, ich denke immer wieder darüber nach. Und es läßt mir keine Ruhe. Das Gedankenexperiment von Schrödinger, welches ein hochkomplexes Lebewesen in einem theoretischen Quantenzustand beschreibt, soll die Grenzen der Quantenmechanik verdeutlichen. Es war nie angedacht es wirklich durchzuführen. Aber die Implikationen von einem erfolgreichen Experiment wären immens.

    Im Grunde kann ein Quantenzustand nur für einen kurzen Zeitraum existieren und ungestört von seiner Umgebung und Beobachtern. Da Atome leichter in einer solchen Isolation gebracht werden können, sagt man, sie befinden sich noch im Quantenbereich. Verschränkungen und Superpositionen sind in diesem Bereich einfacher zu erreichen, als größere Moleküle wie z.B. Proteine oder DNS. Ganz zu schweigen von einem Lebewesen wie einer Katze.

    Eine Katze würde in einer Box zwar nicht sichtbar für einen Beobachter sein, aber es gibt dennoch beobachtbare Hinweise, wie z.B. Vibrationen oder Geräusche. Selbst wenn man die Katze unter Narkose setzt, klappt diese Art der Isolation nicht ganz, denn eine lebendige Katze hat eine Verbindung zum gesamten Rest der Existenz allein nur durch seinen Lebensfluss. Die Lebenskraft fließt durch alle anderen Lebewesen ebenfalls durch. Das reicht aus für eine Art Beobachtung.

    Aber dann gibt es noch die Synchronizität. Das Buch von F. David Peat „Synchronicity, The Bridge Between Matter and Mind“ taucht sehr tief in die Thematik ein. Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, notierte ich mir folgende Worte auf der ersten Seite:

    Man vergisst Träume genauso schnell wie Synchronizitäten, denn beide entspringen derselben Quelle, dem Kollektiven Unterbewusstsein, wo die vorherrschende Sprache symbolischer Natur ist. Sobald man „erwacht“ benutzt man die abstrakte Sprache und die Symbolik gerät in Vergessenheit. Deswegen erinnern sich vor allem Menschen an diese Inhalte, die sich viel mit Symbolik beschäftigen und die ihr Bewusstsein nicht verschließen.

    Dann habe ich mich an beide Phänomene erinnert. Quantenmechanik entspricht einer abstrakten Schicht der Realität, wo Information eine wichtige Rolle spielt. Aber Synchronizitäten tragen eine Bedeutung mit sich. Das entspricht einer höhren Ebene der Realität, wo die Symbolik wichtiger ist als die abstrakte Information.

    Und Menschen die kaum Wert auf eine „Bedeutung“ legen, haben meistens auch keinen gesunden Sinn für „Vernunft“ und „Prinzipien“. Sie pochen auf die Fakten und die einzelnen Informationseinheiten. Sie interessieren sich für die Nullen und Einsen, jedoch nicht für die Bedeutung hinter dieser langen Verkettung von Bits, Bytes und Buchstaben. Dadurch entschließt sich ihnen nicht die höheren Realitäten, die schon immer existiert haben.

    Synchronizitäten sind Träger von Bedeutung. Diese beherrschen das Makrokosmos. Synchronizitäten benötigen keine Quantenmechanik um letztendlich die benötigte Information zu übertragen. Allerdings haben beide Phänomene gewisse Ähnlichkeiten. Beide verlassen die Lokalität und treten nicht lokal auf. Aber die Zeit spielt eine Rolle. Das Zeitgleiche, sowohl in der Übertragung einer Information bei einer Verschränkung, als auch in einem synchronen Ereignis, spielen eine wichtige Rolle.

    Ein Freund hat mir gesagt, ich spreche Dinge an ohne darüber zu sprechen. Wenn du verstehst was ich meine und du dich mit mir über diese Themen unterhalten magst, dann schreibe mir.