Schlagwort: Offenbarung

  • Die Sphäre der Gedanken

    Ich habe eine Theorie, dass bestimmte Formen von Depressionen nicht ihre Ursache in einem chemischen Ungleichgewicht des Gehirns haben. Diese Formen basieren auf einer hohen Sensibilität, auf der Fähigkeit, Zugriff auf die mentale Sphäre der Menschheit zu erlangen. Zuerst ist man überwältigt vom Reichtum der Ideen und Eindrücke, die aus diesem kollektiven Raum kommen, aus dem kollektiven Geist der Menschheit. Aber ab einem bestimmten Punkt begreift man die Sinnlosigkeit jeglichen Unterfangens. Die Menschheit bewegt sich mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Verderben. Jemand, der das begreift, gerade weil man Zugriff auf die Sphäre der Gedanken hat, erfährt eine Phase von Dunkelheit und tiefer Depression.

    Diese Sphäre ist keine Metapher. Sie existiert wie eine weitere Dimension im geistigen Bereich. Sie ist immateriell, nicht lokalisiert und höher in der Hierarchie als der Bereich, den Doktor Rupert Sheldrake als morphische Felder bezeichnet. In diesem Bereich sind Ideen und Gedanken aller Menschen gespeichert. Aus diesem Bereich ziehen kreative Menschen ihre Ideen, sei es für die Kunst oder die Wissenschaft. Es ist wie eine dynamische Datenbank, die man unbewusst mit allen teilt. Jeder greift darauf zu, ob man sich dessen bewusst ist oder nicht.

    Viele Kulturen und Forscher haben einen Namen dafür gewählt, und sie haben unabhängig voneinander verstanden, dass so etwas existieren muss. Man erkennt dessen Existenz, wenn man lange genug geforscht hat und das Gesamtbild sieht. Manche bekommen es mit der Angst zu tun und ignorieren sofort die Fakten. Andere könnten so überwältigt sein, dass sie ihren Verstand verlieren. Wenige haben ein natürliches Talent, um damit gut zurechtzukommen.

    Beispielsweise bezeichnet der Psychologe Carl Gustav Jung diese Sphäre als das kollektive Unterbewusstsein. Gemeinsame Ideen und Vorstellungen bilden sogenannte Archetypen. Das Wort beinhaltet „archaisch“, was so viel wie „Vorzeit“ bedeutet. Was genau ist eine Vorzeit? Das ist die Zeit, als man die Geschichte noch nicht in Büchern verfasste. Zum Beispiel ist die Zeit um die Sintflut archaisch. Alles, was wir darüber wissen, steht in der Bibel, und den Rest kennen wir aus Mythologien. Eine Mythologie ist eine Form der Geschichte, die nicht vergessen werden möchte. Sie wird immer wieder erzählt, weil sie so viel Energie besitzt. Diese hat ihren Ursprung in der Sphäre der Gedanken, nistet sich dort ein, schlägt Wurzeln – man kann sie nicht eliminieren. Viele Filme basieren auf Mythologie. Sogar Wissenschaftler benennen Substanzen, Elemente und sogar Planeten und Monde nach Figuren aus der Mythologie. Allerdings enthalten Mythologien auch eine Art Tabu – Ereignisse, die man unbedingt vergessen wollte.

    Doktor Immanuel Velikovsky schreibt in seinem Buch „Menschheit im Gedächtnisschwund“, dass die Menschheit einen kollektiven Gedächtnisschwund erlitten hat. In den Mythen sind die Erinnerungen an wahre Katastrophen verschlüsselt worden. Ich frage mich, was passiert, wenn wir uns daran erinnern? Wieso schreibt Velikovsky, die Menschheit hätte es vergessen? Er konnte eindeutig beobachten, wie Menschen darauf reagieren, wenn man diese Erinnerungen wachrufen möchte. Unerklärliche Aggressivität ist die Folge, ähnlich wie bei einem Trauma, an das man sich nicht erinnern möchte.

    Wladimir Iwanowitsch Wernadski, ein russischer Forscher, unter anderem in der Geologie, popularisierte als Erster das Konzept der Noosphäre, also derjenigen Biosphäre, die durch das Bewusstsein des Menschen gesteuert wird. Er beschrieb es so: Innerhalb der letzten 200 Jahre ist die Menschheit als solche zu großer Bedeutung für die Geologie gelangt, insofern, als sie in Summe mehr Erdmasse bewegt als die Vorgänge der reinen Biosphäre. Die Menschheit ist also an einem Punkt angelangt, an dem die Summe der Gedanken aller Menschen die Struktur der obersten Schicht der Erde direkt beeinflusst. So etwas kann man dann tatsächlich auch aus dem Weltraum beobachten.

    Auch Pierre Teilhard de Chardin beschäftigte sich mit dem Konzept der Noosphäre. Aus seiner Sicht steuert die Noosphäre auf einen Omegapunkt zu, an dem sich das gesamte kollektive Unterbewusstsein letztendlich mit dem höchsten kosmischen Bewusstsein verbindet. Ein interessanter Gedanke, aber ich persönlich denke, er vermeidet auf diese Weise die Person Gottes, entpersonalisiert den Schöpfer und wandelt ihn zu einer Kraft um, die in der Natur existiert.

    Max Planck hingegen nahm da kein Blatt vor den Mund, als er Gott als den Erhalter des Universums sah, inklusive des Atoms als miniaturhaftes Sonnensystem. Selbst Isaac Newton studierte mehr die Bibel als irgendein anderes Buch, schrieb sogar über die Offenbarung mehr als über die Physik. Nur scheint sich die wissenschaftliche Gilde über die „geheimen Hobbys“ Newtons zu schämen, zu denen auch die Alchemie gehörte.

    Die Noosphäre als Theorie hat im Laufe der Zeit einige Wandlungen vollzogen, auch weil es eine deutliche Tendenz neuer Generationen von Wissenschaftlern gibt, sich mit dem Bewusstsein als Grundlage der Materie zu beschäftigen. Zum Beispiel hat man 1998 in den PEAR-Laboratorien (Princeton Engineering Anomalies Research) das Global Consciousness Project gegründet, das sich mit dem Einfluss des Geistes auf Zufallszahlen beschäftigt. Diese Zufallszahlen wurden damals noch mithilfe von Geigerzählern, die das Klicken radioaktiver Materialien wie Americium maßen, erzeugt. Später griff man stattdessen auf den Quantentunneleffekt von einfachen Zenerdioden zurück.

    Damit hatte ich mich 1998 sehr intensiv beschäftigt, und das war für mich überhaupt der Grund, warum ich C++-Programmierung gelernt habe. Also hat mein heutiger Beruf genau diesen Hintergrund. Dean Radins Buch „The Conscious Universe“ war allerdings nicht das einzige Buch, das ich im Vorfeld gelesen hatte. Allerdings war ich durch Fred Alan Wolfs Bücher vorbelastet, speziell „Die Physik der Träume: Von den Traumpfaden der Aborigines bis ins Herz der Materie“. Das hatte ich ein Jahr zuvor in unserem Sommerurlaub in Sardinien verschlungen – und das nur deswegen, weil ich sonst keine neuen Bücher über luzides Träumen im Bunter Bücherladen in Bernhausen finden konnte.

    Ich bin daher sozusagen akademisch unbelastet, denn wenn ich mir die Fachliteratur zu diesen Themen in den großen Bibliotheken angeschaut habe, erschrak ich, wie engstirnig und dogmatisch diese Fakultäten tatsächlich sind. Die armen Studenten: Sie gehen hinein, um etwas zu lernen, und kommen als Gehirnamputierte wieder heraus.

    Zufallszahlen also sind unter Beobachtung nicht so zufällig, wie man es mathematisch erwarten würde. Es entstehen Muster. Dabei beschränken sich die Analysen von Dean Radin und anderen Forschern eher auf die gaußsche Glockenkurve der Wahrscheinlichkeitsverteilung. Das eigentliche Wunder entdeckt man, wenn man symbolische Muster analysiert. Hier spiegelt sich das Bewusstsein im Chaos wider.

    Das erinnert mich an die Aussage Salomos: „Die ganze Schöpfung wurde der Sinnlosigkeit unterworfen.“ Wie würden sich physikalische Gesetze verändern, wenn die Konvergenz endlich eintritt? Damit meine ich die „Hochzeit zwischen Himmel und Erde“, das, was ganze Kulturen so sehr gefürchtet haben, dass es sogar in Asterix und Obelix dargestellt wurde – die Angst vor dem Himmel, dass dieser auf einmal doch einen starken Einfluss auf die Menschen hat und dadurch das Ende der menschlichen Herrschaft eingeleitet wird.

  • Wie ich die Zahl des Wilden Tieres berechnen würde

    Dies ist ein Vorschlag für eine rein arithmetische Methode zur Berechnung – bewusst ohne jegliche Zahlenspielereien wie Gematrie oder Numerologie. Auch wenn ich von dieser Herangehensweise überzeugt bin, schließe ich nicht aus, dass es vielleicht noch eine elegantere Lösung gibt. Bislang konnte mich jedoch niemand davon überzeugen, dass etwas Besseres existiert.

    Worum geht es hier genau? In Offenbarung 13:18 spricht der Apostel Johannes von einem ganz besonderen Zahlenrätsel.

    Hier kommt es auf Weisheit an: Wer Einsicht hat, soll die Zahl des wilden Tieres berechnen, denn es ist die Zahl eines Menschen. Seine Zahl ist 666.
    (*Offenbarung 13:18)

    *Neue Welt Übersetzung, falls nicht anders erwähnt

    Ich finde es bemerkenswert, dass die Mehrheit die Aufforderung zur Berechnung einfach übergeht – obwohl dasselbe griechische Wort psephisatō auch in Lukas 14:28–30 verwendet wird. Es bedeutet „berechnen“ oder „zählen“, und zwar im konkreten Sinn einer mathematischen Kalkulation, wie sie bei Kaufleuten der damaligen Zeit üblich war.

    Wenn einer von euch einen Turm bauen will, wird er sich dann nicht zuerst hinsetzen und die Kosten berechnen, um zu sehen, ob er genug hat, um ihn dann auch fertig zu bauen? Sonst legt er vielleicht das Fundament, kann aber nicht zu Ende bauen, und alle, die das beobachten, fangen an, ihn auszulachen. Sie werden sagen: ‚Dieser Mann hat angefangen und konnte dann nicht fertig bauen!‘

    Tatsache ist: Viele Menschen, die regelmäßig die Bibel lesen, verlieren mit der Zeit den Überblick über das Gelesene. Es kommt zu einem schleichenden Verlust des Zusammenhangs. Das liegt nicht nur am Vergessen, sondern auch an einer verbreiteten Fehlinterpretation: Kapitel- und Versangaben werden oft fälschlich als inhaltliche Trennlinien verstanden. Dabei steht direkt neben Offenbarung 13:18, wo die Zahl 666 genannt wird, im nächsten Kapitel – Offenbarung 14:1 – bereits die Zahl 144.000. Wer diesen Zusammenhang nicht erkennt, begnügt sich mit der rein symbolischen Deutung der 666 und übersieht die klare Aufforderung zur Berechnung. Und das ist wirklich bedauerlich.

    Kapitel- und Versangaben wurden der Bibel erst später hinzugefügt. Fügt man jedoch Offenbarung 13:18 und 14:1 direkt aneinander – so wie es bei den alten Schriftrollen üblich war –, erkennt man den Zusammenhang sofort.

    Hier kommt es auf Weisheit an: Wer Einsicht hat, soll die Zahl des wilden Tieres berechnen, denn es ist die Zahl eines Menschen. Seine Zahl ist 666. Dann sah ich das Lamm auf dem Berg Zion stehen und bei ihm 144 000, die seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn trugen.

    So wirkt es doch gleich viel stimmiger, oder? Wenn der Zusammenhang deutlich wird, sobald man die künstliche Trennung durch Kapitel- und Versangaben weglässt, erinnert man sich vielleicht auch an die erste Erwähnung der Zahl 144.000 – in Offenbarung Kapitel 7.

    Und ich hörte die Zahl derer, die das Siegel erhielten, 144 000 …
    aus dem Stamm Juda 12 000
    aus dem Stamm Rụben 12 000

    aus dem Stamm Bẹnjamin 12 000, die das Siegel erhielten.

    Und genau das ist eine Berechnung – eindeutig arithmetisch, also mathematisch, und keinesfalls ein Gematrie-Rätsel, das auf den Namen eines Kaisers oder ähnliches hindeutet. Deshalb würde ich die Gematrie in eine Schublade stecken, sie abschließen und den Schlüssel einer Brieftaube mitgeben.

    Die Zahl 144.000 ergibt sich aus einer klaren Berechnung: 12 mal 12.000. Wenn in Offenbarung 13:18 von einer Berechnung die Rede ist, dann ist 666 das Ergebnis einer solchen Berechnung. Dennoch höre ich immer wieder den Einwand, man müsse nichts berechnen, weil die Zahl ja bereits dastehe. Aber warum hätte Johannes sich dann die Mühe gemacht, diesen Satz in genau dieser Form zu schreiben – und dabei ausdrücklich das griechische Wort psephisatō („berechne“) zu verwenden? Links und rechts dieses Verses werden zahlreiche Zahlen in rechnerische Zusammenhänge gesetzt. Wenn ihr mir das nicht glaubt, dann gehen wir einfach in die andere Richtung – zur Offenbarung 21 – und schauen uns dort die Berechnungen an.

    Der Grundriss der Stadt bildet ein Quadrat – sie ist so lang wie breit. Er maß die Stadt mit dem Schilfrohr und es waren 12 000 Stadien. Ihre Länge, Breite und Höhe sind gleich.

    (Offenbarung 21:16)

    Wer sich noch an den Mathematikunterricht erinnert, weiß: Aufgaben wurden oft entweder direkt in Formeln dargestellt oder als Textaufgaben beschrieben. Ich empfand die textlich formulierten Aufgaben immer als schwieriger, weil sie Raum für Interpretationen ließen. Doch hier ist die Sache eindeutig: „Ihre Länge, Breite und Höhe sind gleich“ – das entspricht einem Würfel. Also: 12.000 x 12.000 x 12.000. Was für eine Stadt! Das ergibt ein Volumen von etwa 2.200.000.000.000 Kubikmetern (also 2.200 km³). Zum Vergleich: Das bewohnbare Volumen der Internationalen Raumstation (ISS) beträgt gerade einmal lächerliche 388 Kubikmeter. Versteht ihr jetzt, warum es so wichtig ist, sich solche Dinge bildlich vorzustellen?

    Weiter heißt es im Vers 17:

    Auch maß er ihre Mauer und es waren 144 Ellen nach Menschenmaß, das zugleich Engelsmaß ist.

    Das ist nicht bloß Symbolik, sondern eine metaphysische Tatsache: Die geistgesalbten 144.000 werden nach ihrer Auferstehung im Himmel zu engelartigen Wesen – ohne Geschlecht, wie es in Markus 12:25 beschrieben wird. Deshalb heißt es in Offenbarung 21 auch: „Menschenmaß, das zugleich Engelsmaß ist.“

    Um den Zusammenhang mit Offenbarung 13:18 zu verdeutlichen, stelle ich diese beiden Verse dicht nebeneinander – wie man unten sehen kann:

    Hier kommt es auf Weisheit an: Wer Einsicht hat, soll die Zahl des wilden Tieres berechnen, denn es ist die Zahl eines Menschen. Seine Zahl ist 666.

    Auch maß er ihre Mauer und es waren 144 Ellen nach Menschenmaß, das zugleich Engelsmaß ist.

    Da fehlt etwas. Bei der Berechnung von 666 muss man etwas subtrahieren, denn der Engelsmaß fehlt. Es ist lediglich eine Menschenzahl.

    Vielleicht erinnert ihr euch an Daniel 5:27 – an die berühmte Hand eines Engels, die etwas Furchterregendes für den König Belsazar an die Wand schrieb. Dieser König war in höchstem Maße anmaßend. Verzeiht mir das Wortspiel: anmaßend, arrogant, überheblich – so wie viele mächtige Menschen auch heute. Sie nehmen sich Rechte heraus, die ihnen gar nicht zustehen. Doch wenn sie an ihren Taten gemessen werden, sind sie mangelhaft. Subtraktion!

    TEKEL: Du wurdest auf der Waage gewogen und als zu leicht befunden.

    Ich erlaube mir, dieses Prinzip auf die Zahl 144.000 anzuwenden, denn sie repräsentiert eine vollkommene Zahl – die Gesamtzahl aller gesalbten Christen. Wenn die Letzten von ihnen im Geist versiegelt werden, werden die Winde der Zerstörung losgelassen, und die große Drangsal beginnt. Deshalb subtrahiere ich von dieser Zahl ein Engelsmaß: 144. Das ergibt 144.000 minus 144 – also 143.856.

    Und weil man bei der Zahl 144.000 eine Multiplikation mit 12 vorgenommen hat, teile ich diese unvollkommene Zahl – 143.856 – einfach einmal durch 6, also durch die Hälfte von 12 und zugleich durch eine unvollkommene Zahl. Das Ergebnis ist wirklich bemerkenswert:

    143.856 / 6 = 24.000 – 24 = 23.976

    Noch einmal:

    23.976 / 6 = 4.000 – 4 = 3.996

    Und ein letztes Mal:

    3.996 / 6 = 666

    Teilt man also die unvollkommene Zahl 143.856 dreimal durch die unvollkommene Zahl 6, erhält man 666 – eine vollkommen unvollkommene Zahl.

    Auf jeder Ebene – 143.856, 23.976 und 3.996 – fehlt jeweils ein Tausendstel zu den vollkommenen Werten 144.000, 24.000 und 4.000. Das ist kein Zufall.

    Die Berechnung selbst repräsentiert Korruption und Unvollkommenheit. So spiegelt sich auf beiden Seiten der Gleichung dieselbe Symbolik: Unvollkommenheit.

    Wenn man versteht, auf wen sich diese Zahl bezieht – auf das wilde Tier, das aus dem Meer aufstieg – und was dieses Tier tatsächlich repräsentiert, dann erkennt man, welch ein Hammerschlag der Vers in Offenbarung 13:18 ist. Mit mathematischer und zugleich symbolischer Präzision wird darin unmissverständlich gezeigt, dass sich die Vereinten Nationen – also das globale politische System – anmaßen, weltweiten Frieden sichern zu können. In Wirklichkeit können sie gar nichts. Es ist der teuerste und zugleich impotenteste Debattierklub der Welt. Selbst kleine Thinktanks sind in der Lage, mehr zu bewirken als dieser Koloss von einer Organisation. Alle Mitgliedsstaaten zusammen zahlen rund 67 Milliarden US-Dollar pro Jahr in diesen Klub ein.

    Nun – haben wir hier nicht ein wenig die Kosten eines ganz besonderen Turms errechnet? Nimrod war ebenfalls anmaßend. Der Turmbau von Babel und die Entstehung einer blasphemischen Religion führten die Menschheit in geistige Gefangenschaft. Die Offenbarung beschreibt die Befreiung aus dieser Gefangenschaft – und dass die wahre Erkenntnis überströmen wird (Daniel 12:4).

    Es wird der Zeitpunkt kommen, an dem die Wahrheit wie gefrorenes Wasser aus dem Himmel fallen wird. Dann wird es so sein, als würde Gott dieser Welt die Rechnung präsentieren – und das wird vielen ganz und gar nicht gefallen (Offenbarung 16:21).

    Addendum

    „Addendum“ bedeutet ein Zusatz, Nachtrag oder Ergänzung.

    Deshalb subtrahiere ich von dieser Zahl ein Engelsmaß: 144

    Über diese Aussage habe ich noch einmal genauer nachgedacht. Im Grunde wird hier nicht nur das Maß eines Engels subtrahiert, sondern zugleich auch das eines Menschen. Schließlich handelt es sich bei der Zahl 666 um eine Gruppe von Menschen, die sich wie wilde Tiere verhalten – vorhersagbar, unzähmbar und gefährlich für den Menschen. Der Mensch jedoch, in seiner ursprünglichen, ihm innewohnenden Form, ist göttlich. Genauer gesagt: Er wurde im Bilde Gottes erschaffen und sollte dessen Qualitäten widerspiegeln.

    Dann erschuf Gott den Menschen in seinem Bild, in Gottes Bild erschuf er ihn. Als Mann und Frau erschuf er sie.
    (1. Mose 1:27)

    Ein Mensch, der sich trotz seiner Unvollkommenheit alle Mühe gibt, Gott zu gefallen, wird dem Frieden nachjagen. Interessant ist, was ich vor einer Woche gehört habe: „Wer dem Frieden nachjagt, handelt wie ein Jäger, der seiner Beute auflauert und den richtigen Moment ergreift, um sie zu erlangen.“

    Er soll sich vom Schlechten abwenden und Gutes tun. Er soll Frieden suchen und ihm nachjagen.
    (Petrus 3:11)

    Es gibt viele Gedanken, die ich diesem Post hinzufügen möchte. In Offenbarung 12 wird zum ersten Mal in der Bibel der große Drache beschrieben, und dort heißt es ausdrücklich, dass er der Teufel, Satan und die Urschlange sei. Das ist bemerkenswert, denn bis zu diesem Punkt scheint man es vermieden zu haben, diesen Dämon beim Namen zu nennen. Und hier werden plötzlich alle seine Bezeichnungen in einem einzigen Satz zusammengeführt.

    Wie bereits gesagt, sind die Kapitel- und Vers­einteilungen eine Falle für das Bewusstsein. Der Leser kann leicht an ihnen hängen bleiben und sich unbewusst von dieser Struktur beeinflussen lassen. Kapitel und Verse werden oft als eine Art „Autorität“ betrachtet – als wären diese Markierungen gesetzlich festgelegt wie in einem Gesetzbuch.

    Zwar ist die Bibel in gewissem Sinn auch ein Gesetzbuch, doch durch das dogmatische Festhalten an diesen äußeren Begrenzungen geht der tiefere Zusammenhang verloren. Offenbarung 12 beschreibt den Drachen, und Kapitel 13 das wilde Tier – und beide wirken auf erschreckende Weise ähnlich.

    ein großer feuerfarbener Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern und sieben Diademen auf seinen Köpfen

    Ich sah aus dem Meer ein wildes Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen aufsteigen, und auf seinen Hörnern waren zehn Diademe, aber auf seinen Köpfen gotteslästerliche Namen.
    (beide Verse in Gegenüberstellung, Offenbarung 12:3 und Offenbarung 13:1)

    Satan verliert also den Krieg im Himmel, wird auf die Erde hinabgeschleudert und lässt durch seinen dämonischen Geist eine Organisation aus dem Meer aufsteigen, die ihm selbst sehr ähnlich ist. Genau darin liegt die Warnung der Offenbarung 13: Christen sollen dieser Organisation kein Vertrauen schenken. Wer es dennoch tut, würde sich unbewusst auf die Seite Satans und seines Systems stellen – und Teil seines Spiels werden.

    Die richtige Deutung von Kapitel 13, insbesondere die Identität des wilden Tieres, ist entscheidend für das Verständnis seiner Zahl. Es handelt sich dabei um den Völkerbund, der nach dem Ersten Weltkrieg gegründet wurde, um weltweiten Frieden zu sichern.

    Die Tatsache, dass auf seinen Köpfen gotteslästerliche Namen stehen, zeigt sich im Verlauf der Geschichte deutlich: Geistliche der Christenheit stellten den Völkerbund als göttliches Werkzeug zur Friedenssicherung dar. Doch sein völliges Versagen – als Deutschland, Italien und Japan austraten, um ihre eigenen Kriege zu führen, und schließlich der Zweite Weltkrieg ausbrach – war im Grunde bereits vorausgesagt.

    Ich sah, dass einer seiner Köpfe tödlich verwundet zu sein schien, doch seine tödliche Wunde wurde geheilt, und die ganze Erde folgte dem wilden Tier voller Bewunderung.
    (Offenbarung 13:3)

    Die Wunde wurde dadurch geheilt, dass die Vereinten Nationen den zerbrochenen Völkerbund ersetzten. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wird diese Organisation wirklich erfolgreich sein?

    Betrachten wir eine symbolische Umkehrrechnung des Namens des wilden Tieres:
    666 – die Zahl der absoluten Unvollkommenheit – wird mit 6 × 6 × 6 multipliziert, und dennoch bleibt sie unvollkommen. Selbst in der dreifachen Verstärkung fehlt ihr ein Tausendstel zur vollkommenen Zahl 144 000.

    Das zeigt, dass alle menschlichen Anstrengungen, so sehr sie sich auch steigern mögen, letztlich zum Scheitern verurteilt sind, wenn ihre Grundlage korrupt ist. Ein System, das auf Täuschung, Stolz und Machtstreben errichtet wurde, kann keine göttliche Ordnung hervorbringen.

    Wie also könnte Satans Organisation auf der Erde wahren Frieden schaffen, wenn gerade sein Geist nach dem Sturz auf die Erde zwei Weltkriege ausgelöst hat?

    Eines meiner Lieblingsverse aus der Offenbarung ist folgender:

    Der fünfte goss seine Schale über den Thron des wilden Tieres. Und sein Königreich verfinsterte sich, und die Menschen begannen, sich vor Schmerz auf die Zunge zu beißen, aber sie lästerten über den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und ihrer Geschwüre, und sie bereuten ihre Taten nicht.
    (Offenbarung 16:10,11)

    Jede Schale des Zorns trägt ein Bewusstsein über die misslichen Zustände dieser Welt in sich. Wird eine Schale mit ihrer Flüssigkeit ausgeschüttet, kann der Inhalt nie wieder in sie zurückgeführt werden. Was ausgesprochen wurde, lässt sich nicht zurücknehmen. Es handelt sich um einen spirituellen Vorgang, der seinen Ursprung im Himmel hat.

    Gott übergibt den Engeln sieben Schalen, in denen sein Zorn enthalten ist. Aufgeteilt auf diese sieben Gefäße bilden sie eine Art Countdown bis zum Ende dieser Weltordnung. Schon in den 1920er-Jahren begann man, sechs dieser Schalen auszugießen – doch das Ausgießen dauert weiterhin an und erreicht zu verschiedenen Zeiten bestimmte Höhepunkte in der Geschichte.

    In jeder Schale ist eine gewaltige Kraft enthalten. Eine Schale ist kein Becher – sie gleicht eher einer großen Wanne, wie man sie etwa zum Waschen der Füße verwendet. Man gießt und gießt, und doch scheint immer noch genug darin zu sein.

    Den Heuschrecken wurde nicht gestattet, sie zu töten. Sie sollten sie aber fünf Monate lang quälen.
    (Offenbarung 9:5)

    Die treuen Christen auf der Erde verkünden also wie Heuschrecken Gerichtsbotschaften, deren Inhalt so schmerzhaft ist wie der Stich eines Skorpions. Eine Heuschrecke lebt etwa fünf Monate, und dieser Zeitraum deutet sinnbildlich darauf hin, dass ein Christ diese Gerichtsbotschaft sein ganzes Leben lang verkündet. Das Ausschütten der Schalen dauert somit so lange an, wie dieses Weltsystem noch besteht.

    Die fünfte Schale wurde auf den Thron des wilden Tieres gegossen. Dadurch wurde das Bewusstsein der Menschen verändert – ob sie es wollen oder nicht. Nun beginnen sie zu erkennen, dass die Regierungen dieser Welt nicht im Interesse des Menschen handeln, sondern im Grunde, vereint in den Vereinten Nationen, den Willen Satans ausführen.

    Die Zeit des naiven Denkens, der patriotischen Geisteshaltung und der Opferbereitschaft für das Vaterland, endete in den 1970er-Jahren, als immer deutlicher wurde, dass der Vietnamkrieg künstlich am Leben erhalten wurde. Der Waffenhandel erwies sich als so lukrativ, dass die Weltwirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg in hohem Maß davon abhängig geworden ist.

    Doch der Höhepunkt dieses Bewusstwerdungsprozesses ist noch nicht erreicht. Die Zeit der Whistleblower hat erst begonnen. Immer neue Skandale treten ans Licht, und das Vertrauen der Menschen in ihre Regierungen ist nachhaltig erschüttert. Kritische Stimmen sind allgegenwärtig – sie beherrschen das Internet und bilden die Resonanz der fünften Schale: das wachsende Bewusstsein über die Finsternis auf dem Thron des wilden Tieres.

    Addendum 2 – Kuriositäten

    Die Eigenarten der Zahl 6

    Die 36. Dreieckszahl ist 666 – eine einzigartige numerische Selbstähnlichkeit.

    6 x 6 = 36

    1 + 2 + 3 + 4 … + 35 + 36 = 666

    144 und Fibonacci

    Die Zahl 144, die man mit 12 x 12 berechnen kann, ist gleichzeitig auch die zwölfte Stelle in der Fibonacci Serie:

    1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144

    Keine andere Zahl hat diese Besonderheit.

    Tatsächlich stoßen in der Offenbarung zwei Zahlen aufeinander, die wirklich besonders sind.

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