Miasmen verteilen die Last der Erbsünde

Ordnung ist essenziell für das Leben. Unser Körper arbeitet der Entropie ständig entgegen um überhaupt Leben zu ermöglichen. Aber das geschieht auch in unserer Psyche. Wir ordnen unsere Gedanken, wir versuchen einen Sinn zu erkennen. Schlägt das fehl, dann fehlt die Ganzheit und Krankheit entsteht.

Aber selbst Krankheit hat eine Ordnung und ich bin allmählich zur Meinung gekommen, dass jede Krankheit einen Sinn haben muss. Bekommt man einen Hautausschlag und unterdrückt man diesen durch eine Kortisonsalbe, dann dringt die „Krankheit“ weiter in die Tiefe, bis es die Muskeln erreicht und eine rheumatische Krankheit entsteht. Wird Rheuma unterdrückt, dann entsteht Asthma. Wird Asthma unterdrückt, bekommt man eine Herzkrankheit oder es geht noch tiefer in das System. Letztendlich, wenn die Unterdrückung sehr erfolgreich war, kann die Lebenskraft des Menschen keinen Kommunikationsweg mehr aufbauen und der aller letzte Zustand ist der eines Menschen der keinen Sinn mehr im Leben erkennt und womöglich Selbstmord begeht. Die grundlegende Ordnung wurde zerstört.

Erkennt man darin, dass Krankheit ein Versuch ist die Ordnung aufrecht zu erhalten? Oder sogar einen weitaus schlimmeren Zustand zu verhindern? Krebs ist der letzte Wall vor einer tiefen Depression. Rheuma verhindert eine Herzkrankheit. Hautkrankheiten halten die Unordnung so weit wie möglich vom Zentrum des Systems weg und verlagern diese an die Peripherie. Das verändert unsere Sichtweise auf Krankheit.

Miasmen tun genau dasselbe mit dem Kollektiven Bewusstsein. Oder besser gesagt mit dem Kollektiven Unterbewusstsein, denn wenn es einem bewusst wird, dann befindet man sich schon mitten im Heilungsprozess. Das Unterbewusstsein eines einzelnen Individuum bearbeitet auf nicht lokale Weise mit allen anderen Menschen ein gemeinsames Trauma. Die Ordnung wird so über das Individuum auf das gesamte Kollektiv sichergestellt. Insgesamt müssten laut der Elementen Theorie aus der Homöopathie 18 verschiedene Hauptmiasmen existieren. Diese entsprechen den Gruppen (senkrechte Spalten) des Periodensystems.

Samuel Hahnemann vermutete hinter einer chronischen Krankheit eine weitere tiefer liegende Ursache, dem „Ur-Übel„. James Tyler Kent beschreibt z.B. die Psora (eines der drei Miasmen die Hahnemann kannte) in seinen Vorlesungen als das Stigma der Menschheit, direkt abstammend von der Erbsünde. Diese Last wird nun auf die gesamte Menschheit verteilt, nicht um diese aufzulösen, sondern um eine gewisse Ordnung weiterhin beizubehalten. Heute weiß kein Mensch wie es sich anfühlt zu 100% gesund zu sein, denn jeder ist „vorbelastet“ mit eines der 18 Miasmen. Die Homöopathie versucht diese Ordnung zu unterstützen wo es nur geht, aber ein Miasma kann man nicht auf individueller Ebene heilen.

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