Geranium (1,3-Dimethylamylamine oder Methylhexamin) ist eine Substanz die in den Storchschnäbel (Geranium) oder Geranien natürlich vorkommt.

Arten und Sorten dieser Gattung der Geranien werden mindestens seit dem 16. Jahrhundert im Garten kultiviert. Heute sind Arten und vor allem Sorten dieser Gattung in zahllosen Gärten und Parks anzutreffen. Bis ins späte 18. Jahrhundert wurden auch die als Beet- und Balkonpflanzen beliebten Pelargonien zur Gattung Geranium gezählt. Darauf weist der für diese Pflanzen noch heute in der Umgangssprache und im allgemeinen Handel gebräuchliche Begriff “Geranien” hin, der botanisch allerdings nicht korrekt ist. Denn Geranien und Pelargonien (“Geranien“) sind innerhalb der Storchschnabelgewächse zwei verschiedene Gattungen, die allerdings eng verwandt sind. So gibt es einige wenige Geranienarten, die sich wie Pelargonien durch weiche, filzige Stängel und große Rundblätter auszeichnen und damit den Arten dieser Gattung sehr ähnlich sehen. Einer der Unterschiede zwischen den beiden Gattungen ist: Geranium hat radiärsymmetrische Blüten und Pelargonium hat zygomorphe Blüten.
Methylhexamin
Im deutschsprachigem Wikipedia konnte ich nichts zu dieser Substanz finden. Dafür existiert im englischsprachigem Wikipedia ein weitaus ausführlicheres Artikel.

Chemische Struktur von Geranium, auch bekannt als 4-methylhexan-2-amine oder Dimethylamylamine
In Amerika wird dieses Aliphatische Kohlenwasserstoff-Stickstoff-Verbindung als ein Nahrungsergänzungsmittel verkauft. Aliphatisch bedeutet es ist nicht aromatisch, was auch immer das bedeuten mag (man lese es nach im Wikipedia). Dieses “Medikament” wird von Ärzten zur Behandlung von Hypertrophie (Größenzunahme eines Organs oder eines Gewebes) verwendet. Allerdings nicht gegen Hypertrophie von Muskeln (dazu später mehr), sondern eher der Hypertrophie der Schleimhäute der Nase. Denn Dimethylamylamine wirkt ähnlich dem Ephedrin, einem Vasokonstriktor. Vasokonstriktion ist der medizinische Fachbegriff für Gefäßverengung. Sie erhöht den Strömungswiderstand des arteriellen Systems, so dass der Blutdruck steigt. Lokale Vasokonstriktion und Vasodilatation (Erweiterung der Gefäße) dienen der Regulierung der Organdurchblutung. Und tatsächlich, Dimethylamylamine wird ähnlich wie das Ephedrin auch als Spray verabreicht.
Eli Lilly, eines der größten Pharmaunternehmen der Welt, hatte 1971 ein Trademark für das Medikament angemeldet unter den Namen “Forthane“. Obwohl Eli Lilly das Methylhexamin als Nasenspray vermarktete, wurde es schnell von anderen diversen Unternehmen unter den Namen “Geranamine” und “Floradrene” als Thermogenese Stimulanz (Produktion von Wärme durch Stoffwechselaktivität) und als “Allgemeiner Stimulans” verkauft.
Geranium (ich verwende in diesem Artikel hin und wieder eines der vielen Namen von Dimethylamylamine) ist von der chemischen Struktur dem Phenethylamin ähnlich, einer Substanz die in vielen Pflanzen vorkommt. Die Wirkung von Geranium auf das Zentrale Nervensystem ist laut Eli Lilly nicht stärker als die üblichen Amphetamine oder Ephedrine. Obwohl man in diesen Kreisen (Pharma und so, die Leute die das Zeug herstellen) behauptet der Stoff wäre harmlos, wird es dennoch in Neuseeland als eine “Partydroge” verwendet, mit üblen Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlaganfällen. Daher wurde diese Substanz im Jahr 2009 von der Regierung Neuseelands in die Liste der Verbotenen Substanzen eingetragen. Was mir persönlich seltsam erscheint, Neuseelands Regierung hat nur die Pulverform verboten, nicht aber die Tabletten oder Kapseln.

Die Giftigkeit von Geranium ist die dem Koffein sehr ähnlich.
Homöopathie
Natürlich ist dieses Kraut nach dem diese Substanz benannt wurde auch in der Homöopathie bekannt. Die alternativen Namen dieser Pflanze sagen auch etwas über ihre Wirkung und ihren Gebrauch in der Volksheilkunde: “Kindsmacher“, “Gottesgnadenkraut”
Die wohl interessantesten Symptome welche in der Homöopathie über die Geranien bekannt sind: “Übermaß, Überschuss an Energie“, Hitzewallungen, übermäßig körperlich reizbar, Einschlafen schwierig, Atemnot (jede Wirkung hat auch eine Nebenwirkung), Appetit – vermehrt/vermindert, Wahnideen [Tiere (sie sei ein Tier)], “Wie im Traum”, reizbar, Hast, Eile
Auch wenn diese Substanz im Sport eine breite Anwendung findet in diversen Mischungen mit anderen stimulierenden Substanzen (unter anderem Koffein), sollte man es besonders im Bereich der Heilkunde näher untersuchen. Eine homöopathische Prüfung könnte einen gewissen Einblick in die Hast und Eile, sowie dem Drang nach Hochleistungen dieser Generation geben.