Antidotieren Kaffee oder Pfefferminz ein homöopathisches Mittel?

Die sehr kurze Antwort: Nein!

Die (nur) kurze Antwort: Nein wenn man mindestens 1 Stunde oder länger wartet mit der Einahme seit der letzten Tasse Kaffee oder Pfefferminzbonbon.

Und nun die lange Antwort für diejenigen die sich die Zeit nehmen mit Lust am Lesen und Studieren etwas tiefer in die Thematik einsteigen wollen:

Irgendwie sind viele Homöopathen in ihrer eigenen Entwicklung sehr zurückgeblieben. Sie haben nichts dazugelernt, so wie viele Schulmediziner auch. Es sind so viele neue Erkenntnisse gemacht worden in der Homöopathie, von den Pflanzenfamilien, den Elementen (Stadien und Serien), den neuen Tiermitteln und ihren Gemeinsamkeiten (z.B. Territorialverhalten), in der Auswahl der Potenz bei verschiedenen Erkrankungen, die Dynamik der Autoimmunerkrankungen oder das tückenhaftes Wesen von Krebs, in den Miasmen (ja es gibt mehr als 3 Miasmen), in den Gemeinsamkeiten bezüglich den chemischen Stoffgruppen (z.B. Säuren, Nitrate usw), … und dennoch kennen viele nur die Mitteln aus der Kent’schen Materia Medica, also ca. 180 Mitteln und wollen und wollen einfach nichts mehr dazu lernen.

Was also macht ein Dogmatiker wenn seine Methoden nicht mehr fruchten?
Na klar, er gibt dem Kaffee die Schuld. Er zeigt mit dem Finger auf seinen armen Patient, der ihn in seiner Verzweiflung aufgesucht hat, in der Hoffnung noch eine Milderung seines Leiden zu finden, und statt dessen wird er beschuldigt eines Delikts. „Ich habe doch nur eine kleine Tasse vor einem Monat getrunken!“ schluchzt der Patient, aber der Arzt guckt ihn so böse an wie ein Bischof der bei der Beichte eines Mafia-Bosses von einer FBI-Razzia gestört wird.

Mal ganz ehrlich, unter uns gesagt, und nicht weiter verraten, die Menschen sind so vielfältig in ihrem Charakter wie die Elemente, Bakterien, Insekten, Pflanzen, Tiere und Chemischen Verbindungen, ja womöglich sogar wie alle noch nicht entdeckten „Imponderabilien“ (bitte nicht zuschlagen). Wie also können „nur“ 180 Mitteln, davon allein ganze 30 Polychreste, das abdecken?

Ist es nicht wahr, dass die Menschen immer komplizierter werden, in einer Welt die so voller Lügen ist? Dann sinkt die Pathologie auch immer tiefer in das Unterbewusstsein und verschwört sich auf der Ebene des Kollektiven Unterbewusstsein. Da benötigt man Mittel wie die Lanthanide, Säuren wie DNS, Pflanzenarten von denen man noch nie vermutet hätte das diese mit der Kaffeebohne verwandt sind (z.B. China … viel zu selten verwendet), die Milch von allerlei Säugetieren (Löwen, Mensch!, Katze, von mir aus auch Meerschweinchen), oder sogar von einem Lichtstrahl eines weit entfernten Doppelsternsystems.

Früher hatte man den Kent, das Kent Repertorium und die Materia Medica von Kent. Der Nachbar hat auf Böricke geschwört. Der Lehrer hatte sogar einen Synthesis. Und irgendwann kam Vithoulkas mit der Materia Medica Viva. Ich will euch gar nicht sagen was ich in meiner Bibliothek habe … mein Ikea Schrank mit 16 Fächer ist randvoll mit den neuesten Büchern … und dennoch werde ich meistens nur auf der Seite von system-sat.de fündig (übrigens ein geniales System in welches sehr viel Arbeit steckt!).

Ab dem Moment wo jemand aufhört dazu lernen zu wollen, da entsteht der Zustand von Indium metallicum (Stadium 13, Silberserie). Das kann bereits einem Schüler passieren, einem Adebten der Metaphysik, der nur D12 Potenzen flüssig verschreibt. Hoch lebe der Dogmatismus, hoch lebe die Ignoranz! Und hört auf Kaffee zu trinken!

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